Flötenbau Thomas Fehr Gähwil: Erlernen des Flötenspiels

Erlernen des Flötenspiels

 (in Arbeit!)







Ich möchte hier die Grundlagen skizzieren, die meiner Unterrichtsarbeit zugrunde liegen. Es sind eher Probier-Anleitungen als Anweisungen zum Richtig-machen. Sie können die Arbeit mit einem Lehrer nicht ersetzen; dennoch mögen sie für den einen oder anderen nützlich sein.








Immer sollen wir die Ganzheit beachten, die wir bilden und deren Teil wir sind. Unser Denken ist so gebaut, dass wir die Ganzheit nicht erfassen können, sondern immer nur Teile. Wir können Handlungsstränge verfolgen, aber nicht verschiedene zugleich mit allen Quereinflüssen. Allderdings ist ein gewisses Training möglich:








Es ist eine Frage der Aufmerksamkeit.

  • Aus der Ruhe heraus kann sie erweitert werden.
  • Die Antennen der Sinneswahrnehmungen sollen weit und unspezifisch geöffnet werden
  • Mit den Fragen "wo ist ..." werden die Antennen spezifisch auf die ganze Gestalt ausgerichtet. Eine bewährte Fragesequenz lautet: "Wo ist meine linke Hand?", "Wo ist meine rechte Hand?", "Wo sind meine beiden Hände?", "Wo ist mein linker Fuss?", "Wo ist mein rechter Fuss?", "Wo sind meine beiden Füsse?",  "Wo sind meine vier Hände?",  "Wo sind meine Lippen?",  "Wo sind meine fünf Greifwerkzeuge?", "Wo sind meine Arme, Beine, Kopf etc.?", "Wo ist meine ganze Gestalt?",







Zweierlei wird durch letzteres bewirkt:

  • Die ganze Gestalt kann beobachtet werden und damit Zustandsänderungen registriert werden (Wahrnehmungsbereitschaft)
  • Wird der Tonus reguliert: es findet ein Ausgleich über den gesamten Körper statt und ist damit Teil einer Reagierbereitschaft, aus der heraus alles möglich ist und die Kanalisierung auf eine gewohnheitsmässige Reaktion noch nicht erfolgt ist.







Die Aufmerksamkeit kann nun erweitert werden auf das Schauen, das Horchen, den Raum, den eigenen Gemütszustand.

 








Dies alles mündet in die folgende Sequenz:

  • Innehalten, zur Ruhe kommen, Abklingen lassen
  • erhöhte Wahrnehmungbereitschaft
  • erhöhte Reagierbereitschaft







Zur Veranschaulichung der Motorik des Körpers diene das folgende Bild: Ein Zelt besteht aus einer schlappen Hülle, die durch Zeltstangen grob in Form gehalten wird, und aus einem Schnursystem, das ausgewogen gespannt werden muss, damit die Zelthülle straff wird und Belastungen elastisch Widerstand bieten kann. Das Bindegewebe unseres Körpers bildet eine Einheit mit Hohlräumen für die Innereien (die Zelthülle), unter anderem für die Knochen mit Ihren Gelenken (die Zeltstangen), und die Muskeln bilden ein zusammenhängendes System, mit denen Kräfte auf das System angewendet werden (die Zeltschnüre). Dieses Aufspannen ist eine Mechanismus/ eine Funktion unseres Organismus, die

  • nicht gelernt werden braucht noch kann
  • nicht verloren geht (verlernt werden kann)
  • von unserem Bewusstsein weder erfasst (gespürt) noch direkt kontrolliert werden kann.

Teilziel der Arbeit an uns ist es, diese Vorgänge zweckmässig ablaufen zu lassen.









...









Nun kann die Arbeit an Handlungen bzw. Reaktionen beginnen .....







 

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7. 04. 2006