Flötenbau Thomas Fehr Gähwil: rund um's Musizieren

rund um's Musizieren

 





Ich erlaube mir, hier einige der Erfahrungen darzustellen, die ich im Laufe der letzten 30 Jahre als Flötist, Flötenlehrer, Lehrer der F.M. Alexander-Technik, Student der Arbeit von Heinrich Jacoby und Elsa Gindler und nicht zuletzt als Flötenbauer gemacht habe.






Atmung

Der Mensch hat alle Voraussetzungen für eine perfekte Atemfunktion. Insbesondere ist es ihm möglich, beim Sprechen, Singen und Musizieren völlig geräuschlos und in Sekundenbruchteilen Einzuatmen. Hörbares Einatmen weist ausnahmslos auf eine Fehlfunktion hin. Leider sind die allermeisten Menschen in unserem Kulturkreis davon betroffen. Für den sensiblen Menschen ist es eine körperliche und emotionale Pein, dem ausgesetzt zu sein. Die Lösung ist an sich einfach, wenn auch nicht leicht zu erreichen. Atmen ist zunächst von einer zweckmässigen Koordination des Organismus abhängig. Sicher ist, dass alle Atemtechniken, die auf absichtlichem Tun beruhen, untauglich und sogar schädlich sind, insofern sie unzweckmässige Gewohnheiten erzeugen. Dazu gehören Versuche wie Bauch- oder Flankenatmung und aktive Atemstütze.






Nach Gehör oder nach Noten

Am Anfang steht ein innerer Gehalt, der geäussert werden will. Die Klanggestalt formt sich und wird durch Tätigkeit des Organismus am Instrument zum Klingen gebracht und dann als Feedback gehört. Beim Lernen nach Noten wird in aller Regel ein gelesenes Symbol in eine Tätigkeit umgesetzt, worauf erst das Kingende gehört wird. Bleibt es beim späteren Spiel dabei, sein eigener Plattenspieler zu sein, wird das Musizieren nie lebendig werden. Das Gedächtnis des Menschen funktioniert hervorragend bei Klangestalten, aber miserabel bei Spielanweisungen.






(Fortsetzung folgt)





 

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18.02.04