Flötenbau Thomas Fehr Gähwil


Hotteterre (Graz),

Traversflöte in d1, 3-teilig



Vom Erbauer dieser Flöte ist weiter nichts gewiss, als dass er zur Familie der Hotteterres, Frankreich, gehört, die zu den ersten gehörte, die die Querflöten vom Renaissance- zum barocken Typus weiterentwickelten. Mitglieder der Familie waren sowohl Instrumentenbauer als auch Musiker am Hofe Ludwigs XIV, des Sonnenkönigs.

Das Original liegt in Graz und dürfte um 1700 gebaut worden sein. Es steht in a1 = 400 Hz, der tiefen französischen Stimmung, ist dreiteilig, aus Ebenholz, mit Garnituren aus Elfenbein und einer Silberklappe. Nach dem neuesten Wissensstand handelt es sich um die einzige erhaltene Traversflöte der Hotteterres; bei den Flöten in Berlin und St. Petersburg dürfte es sich mit grösster Wahrscheinlichkeit um Kopien handeln. Die Stimmung ist mitteltönig.

Ich baue die Kopie aus Ebenholz, wahlweise auch aus anderen Hölzern, in a1 = 392 Hz, mit Garnituren aus Kunstelfenbein und einer Messing- oder Silberklappe. Die Garnituren entsprechen mit ihrem Gewicht dem echten Elfenbeins, was für den Klang sehr wichtig ist. Das Instrument wird wahlweise mitteltönig oder gleichschwebend gestimmt.

Bei Flöten dieses Typs ist nach Hotteterre le Romain das hohe f (3) meistens unspielbar, weswegen es in der Literatur auch nicht vorkommt. Dies trifft für dieses Instrument zu.



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