Standard-Grifftabelle der einklappigen Traversflöte

© Flötenbau Thomas Fehr 2026

Dies ist eine einfache Grifftabelle für die Traversflöte mit den wichtigsten Griffen für den Anfang. B- und Kreuztöne sind nur vereinzelt unterschieden; für höhere Ansprüche sind unten Literaturhinweise angegeben.

Zeichenerklärung:

● Der Finger deckt das Loch oder bedient die Klappe
○ Der Finger belässt das Loch offen bzw. bedient die Klappe nicht
Name Griff Erläuterung
d1 ● ● ● ● ● ● ○ kräftig spielen bzw. nach oben korrigieren, da konstruktionsbedingt meist etwas zu tief
dis1, es1 ● ● ● ● ● ● ● Kompromiss zwischen dis und es. Für Dis-betonte Stücke Fuss um ca. 3 mm ausziehen
e1 ● ● ● ● ● ○ ○ ist wegen dem kleinen Loch eher schwach und tendiert bei druckvollem Spiel nach oben; Obertöne mitschwingen lassen!
f1, eis1 ● ● ● ● ○ ● ○ schwach; nach unten korrigieren; die Resonanz des 1. Obertons suchen
fis1 ● ● ● ● ○ ○ ● stark, nach oben korrigieren; für piano Ges-Griff nehmen
ges1 ● ● ● ○ ● ● ○ schwach
g1 ● ● ● ○ ○ ○ ○  
gis1, as1 ● ● ○ ● ● ● ○  
a1 ● ● ○ ○ ○ ○ ○ wenn zu hoch die Resonanz des 1. Obertons suchen
b1 ● ○ ● ● ● ○ ○  
h1 ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ wenn zu hoch die Resonanz des 1. Obertons suchen
c2 ○ ● ● ○ ○ ○ ○  
cis2, des2 ○ ○ ○ ○ ○ ○ ○  
d2 ○ ● ● ● ● ● ○ immer zu hoch →intonieren wie 2. Teilton von d1
dis2, es2 ○ ● ● ● ● ● ● spricht manchmal nicht sauber an → 1. Loch schliessen. Für Dis-betonte Stücke Fuss um ca. 3 mm ausziehen
e2 ● ● ● ● ● ○ ○  
f2, eis2 ● ● ● ● ○ ● ○  
fis2 ● ● ● ● ○ ○ ●  
ges2 ● ● ● ○ ● ● ●  
g2 ● ● ● ○ ○ ○ ○  
gis2 ● ● ○ ● ○ ● ●  
as2 ● ● ○ ● ○ ○ ○  
a2 ● ● ○ ○ ○ ○ ○  
ais2 ● ○ ● ○ ○ ○ ○  
b2 ● ● ○ ● ● ● ●  
h2 ● ○ ○ ○ ○ ○ ○ auf vielen Flöten zu tief
c3 ○ ● ○ ● ● ● ●  
des3 ○ ○ ○ ● ● ○ ○  
d3 (1) ○ ● ● ○ ○ ○ ●  
d3 (2) ○ ● ● ● ○ ● ○ Alternative; sollte mit d3 (1) übereinstimmen
dis3, es3 ● ● ● ○ ● ● ●  
e3 ● ● ○ ○ ● ● ●  
f3 ● ● ○ ● ○ ○ ● spricht nicht auf allen Flöten an (Hotteterre!) und wird in der Regel von den Komponisten nicht verwendet
fis3 ● ● ○ ● ○ ○ ○  
g3 ● ○ ● ○ ○ ○ ○  
    Die Grenzen der Möglichkeiten der (barocken) Flöte sind erreicht, weshalb die folgenden Töne in der Regel nur noch erschwert ansprechen.
gis3 ○ ○ ● ○ ○ ○ ○  
as3 ○ ○ ● ○ ○ ○ ●  
a3 ○ ● ● ● ● ○ ○ kommt nur bei J. S. Bach (Partita, 1. Satz) und in Solfeggien von Quantz vor
b3 ○ ● ○ ● ○ ○ ○  
c4 ● ○ ● ○ ● ● ○  

Literatur:

  • Hotteterre (le Romain): Principes de la flûte, Bärenreiter
  • J. J. Quantz: Versuch einer Anweisung …, Bärenreiter
  • R. S. Rockstro: A treatise on the flute, Musica Rara (Grifftabellen bis 8-klappige Flöte um 1870)
  • Margrit Neuhaus: The baroque flute fingering book, Flute Studio Press 1986 (einklappige Flöte, Vergleich sämtlicher Quellen; Hilfsgriffe)
  • Anton Bernhard Fürstenau: Die Kunst des Flötenspiels, The Flute Library 8, 1990 (ausführlich kommentierte Grifftabelle für die 8-klappige Flöte um 1840 mit Übungsstücken)
  • Historial Fingerings, Practical Choices: https://www.traversopractice.net/fingering-hub.html

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