Flötenbau Thomas Fehr Gähwil

Jacob Denner, d1, 1991,

Traversflöte in d1, 4-teilig




Jacob Denner lebte von 1681 bis 1735 in Nürnberg; er war einer der ersten (wenn nicht sogar der erste), der die französische Traversflöte des Hotteterre-Typus in Deutschland nachbaute und weiterentwickelte. Seine Instrumente waren noch Jahrzehnte nach seinem Tod überaus gesucht.


Jacob Denner lived 1681 to 1735 in Nurembourg. He was one of the first makers if not the first adapting and developing further the french Hotteterre-type traverso in Germany. His instruments were sought for even decades after his death.








Diese erst 1991 neu entdeckte Flöte ist sehr gut erhalten und von hervorragender Spielqualität mit sonorer Tiefe und gleichzeitig müheloser Höhe; sie befindet sich heute in den Händen von Konrad Hünteler. Sie wurde vermutlich um 1715 bis 1720 gebaut und ist vierteilig aus Buchsbaum, gebeizt, mit Elfenbeingarnituren und einer Silberklappe. Insgesamt gehören 4 Wechselstücke zu diesem Instrument, wobei die Flöte mit dem längsten zu einer Art flauto d'amore wird (in c; ca. ein Ganzton unter dem kürzesten Mittelstück). Am besten klingt sie mit dem dritten Mittelstück (a1 = 402 Hz), fast ebenso gut mit dem ersten kürzesten (a1 = 422 Hz).


This instrument disovered in 1991 only is in excellent condition and has superb playing qualities with a sonorous low and a easy speaking high register, today in the hands of Konrad Hünteler. It was build around 1715-1720 probably, has 4 joints in boxwood, stained, with garnitures in ivory and 1 silver key. It has 4 joints. With the longest one it becomes a kind of flauto d'amore (in C3; about a hole tone below the shortest joint). It sounds best with the 3d joint (A4 = 402 Hz), almost as good with the first and shortest (A4 = 422 Hz).








Dieses Instrument konnte ich in direktem Vergleich mit dem Original nachbauen. Ich baue es aus vorzugsweise aus europäischem Buchsbaum, mit Garnituren aus Kunstelfenbein und einer Silberklappe, mit einem oder mehreren Mittelstücken in a1 = 392 oder 415 Hz, auf Wunsch auch in den anderen originalen Stimmungen. Bei Verwendung mehrerer Mittelstücken empfehle ich dringend einen Registerfuss. Als alternatives Holz hat sich Rio-Palisander bewährt, das dem Instrument einen 'französichen' Charakter verleiht.


I could build this flute in direct comparison with the original. I make it preferabily in european boxxwood, with imitation ivory and a silver key, with one or more middle joints in A4 = 392 oder 415 Hz or in the original pitches on demand. When using more middle joints I strongly recommend a foot with register. As good alternative wood is Rosewood, giving the instrument a more 'french' character.









Von diesem Instrument habe ich eine flauto d'amore in h, a1 = 415 Hz abgeleitet.


Based on this istrument I build a flauto d'amore in B3, A4 = 415.








Aufnahmen:

  • Die Denner-Flöte; G.P.Telemann: 12 Fantasien für Traversflöte; Konrad Hünteler; MD+G L 3486


recordings:

  • The Denner flute; G.P.Telemann: 12 fantasies for traverse flute; Konrad Hünteler; MD+G L 3486








Literatur:

  • Konrad Hünteler: Eine neuentdeckte Traversflöte von Jacob Denner, TIBIA 2/93 S. 461ff

  • Martin Kirnbauer und Peter Thalheimer: »Eine Dennerische Traversiere ... zu haben«, Neu entdeckte Querflöten Jacob Denners, Der 'Schöne' Klang, Nürnberg 1996








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